Branchenfonds
Im Bereich Aktienfonds gibt es aufgrund des reichhaltigen Angebots an unterschiedlichen Fonds verschiedene Aufteilungen, anhand derer man die Fondsarten in diverse Gruppen einteilen kann. Eine Aufteilung basiert zu Beispiel darauf, in welche Länder der Fonds investiert, eine andere Aufteilung basiert darauf, in welche Branche die Aktiengesellschaften tätig sind, deren Aktien vom Fonds gekauft werden. Während die erste Variante als Länder- oder Regionenfonds bezeichnet wird, nennt man die Fonds, welche in Aktien aus bestimmten Branchen investieren dementsprechend auch Branchenfonds. In erster Linie sind die Branchenfonds für Anleger interessant, die in einer bestimmten Branche für die Zukunft eine besonders gute Entwicklung erwarten. Zu den am häufigsten gewählten Branchenfonds zählen beispielsweise solche Aktienfonds, welche in Aktien aus dem Bereich Finanzen (Banken), Technologie oder auch Rohstoffe investieren. Der Vorteil der Branchenfonds besteht darin, dass der Anlageschwerpunkt eindeutig auf einem bestimmten Wirtschaftssektor liegt und der Anleger und Anteilsinhaber somit überproportional im Vergleich zu einem Länderfonds davon profitieren kann, falls die Entwicklung der entsprechenden Branche positiv sein sollte. Auf der anderen Seite liegt in dieser Konzentration natürlich auch ein Risiko. Denn sollte sich gerade die jeweilige Branche nicht positiv entwickeln, so könnte der Fonds im Vergleich auch schlechter abschneiden als ein gemischterer Fonds. Hat man sich dazu entschlossen, den Schwerpunkt des Investments auf eine bestimmte Branche zu legen und möchte dieses mit einem Branchenfonds durchführen, so gibt es zum Beispiel die Wahlmöglichkeit, sich für eine zyklische oder eine eher antizyklische Branche und für den entsprechenden Branchenfonds zu entscheiden.
Zyklische Branchen sind die Wirtschaftszweige, deren Entwicklung stark von der Konjunktur abhängig ist, wie beispielsweise die Konsumbranche. Antizyklische Branchen hingegen erwirtschaften etwas vereinfacht formuliert fast immer den gleichen Ertrag, ob die Wirtschaft nun positiv oder eher negativ entwickelt.