Call Option
Die Option gibt es in zwei verschiedenen Versionen, nämlich zum einen als so genannte Call Option und zum anderen als Put Option. Während man mit der Put Option auf fallende Kurse spekulieren kann, geht man beim Kauf einer Call Option davon aus, dass der Kurs des jeweiligen Basiswertes zukünftig ansteigen wird. Konkret stellt die Call Option also eine Wette darauf dar, dass der Kurs des Basiswertes X sich in der nächsten Zeit positiv entwickeln wird. Das Typische einer Call Option besteht unter anderem darin, dass man überproportional hohe Gewinne erzielen kann, aber eben auch Verluste, wenn man die mögliche Rendite mit der eines Direktinvestments in den Basiswert vergleicht. Dieses wird durch den so genannten Hebel bzw. theoretischen Hebel erreicht. Dieser ergibt sich daraus, dass der Optionsschein nur eine begrenzte Laufzeit hat, in der Regel zwischen einem und zwei Jahren. Im Gegensatz zum Basiswert, zum Beispiel einer Aktie die nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt "fällig" wird, besteht bei der Option also nur eine gewisse Zeit die Möglichkeit, dass sich der Kurs / Preis positiv entwickeln wird. Ist dieses bis zur Fälligkeit der Option nicht geschehen, so wird der Optionsschein wertlos. Der Preis der Call Option setzt sich also aus dem theoretischen Wert und dem Zeitwert zusammen. Hat ein Optionsschein zum Beispiel einen theoretischen Hebel von vier, dann bedeutet dieser Hebel, bei einem Kursanstieg des Basiswertes X um fünf Prozent würde der Preis des Optionsscheins um 20 Prozent steigen.
Verliert die Aktie als Basiswert jedoch vier Prozent, so fällt der Wert des Optionsscheins ebenfalls wieder um 20 Prozent. Grundsätzlich muss man als Käufer einer Call Option wissen, dass man in ein sehr spekulatives Finanzprodukt investiert. Die Chancen auf Gewinne sind zwar hoch, genauso hoch ist aber auch das Verlustrisiko, welches sogar bis hin zum Totalverlust reichen kann.