Dividende
Wenn man als Anleger in Aktien investiert, dann macht man dieses in der Regel aus zwei Gründen: entweder man möchte Kursgewinne erzielen oder man setzt auf einen langfristigen Ertrag in Form der Dividenden. Wobei handelt es sich aber genau bei einer Dividende? Man könnte die Dividende auch als Zinsen der Aktien bezeichnen, auch wenn diese Bezeichnung fachlich nicht korrekt ist. Denn im Gegensatz zu den meistens garantierten Zinsen bei einer Anlage in festverzinsliche Wertpapiere oder in Sparprodukte hat der Aktionär weder den Anspruch auf eine bestimmte Höhe der Dividende, noch auf die Auszahlung einer Dividende im Generellen. Ein Anspruch besteht lediglich in der Hinsicht, dass wenn eine Dividende seitens der AG gezahlt wird, der Aktionär daran beteiligt werden muss. Ob eine Dividende ausgezahlt wird und wie hoch diese dann sein wird, wird auf der jährlich einmal stattfindenden Hauptversammlung beschlossen, welche jede Aktiengesellschaft ausrichten muss. Auf dieser HV kann dann auch der Aktionär sein Stimmrecht ausüben und somit einen, wenn auch natürlich sehr geringen, Einfluss auf die Höhe der Dividende nehmen. Üblicherweise orientiert sich die Höhe der Dividende am Jahresgewinn der Aktiengesellschaft. War dieser relativ hoch, sind auch die Chancen auf eine hohe Dividende sehr gut, wurde hingegen ein Verlust erzielt, wird in der Regel gar keine Dividende ausgezahlt. Die Dividende bezieht sich stets auf eine Aktie. Wird also von der AG verkündet, dass demnächst eine Dividende in Höhe von 12 Euro ausgeschüttet wird, dann erhält jeder Aktionär diese 12 Euro pro im Bestand befindlicher Aktie dieser Gesellschaft. Wichtig im Zusammenhang mit der Dividende ist auch die so genannte Dividendenrendite. Denn mit der Höhe der Dividende als Angabe kann der Anleger im Grunde noch nicht so viel anfangen, zumindest nicht dann, wenn er vergleichen möchte, welche Aktien die "besten" Dividenden verzeichnen. Ein Vergleich wird erst dann möglich, wenn man die Höhe der Dividende auf den aktuellen Aktienkurs bezieht, was die Dividendenrendite darstellt.
Schütten zum Beispiel zwei verschiedene Gesellschaften eine Dividende von fünf Euro pro Aktie aus, könnte man zunächst meinen, die Aktien bieten den gleichen Ertrag. Liegt jedoch der Kurs der Aktie A aktuell bei 100 Euro, würde das eine Dividendenrendite von fünf Prozent bedeuten. Wenn nun der Kurs der Aktie B bei 200 Euro liegen würde, wäre das nun eine Dividendenrendite von 2,50 Prozent, also deutlich schlechter als bei Aktie A.