Erdwärmefonds

Neben den Solarfonds, Windenergiefonds und den Bioenergiefonds, gehören die Erdwärmefonds ebenfalls in den Bereich der Umweltfonds und sind von der Struktur her natürlich auch geschlossene Fonds. Diese Fonds investieren in Erdwärmekraftwerke, die auch als Geothermie-Kraftwerke bezeichnet werden. Der große Vorteil der Erdwärme als Energielieferant liegt vor allem gegenüber der Wind- und Solarenergie darin, dass die Erdwärme konstant und ohne Schwankungen zur Verfügung steht, und nicht von bestimmten Bedingungen, wie zum Beispiel vom Wetter, abhängig ist. Daher kann diese Energie auch als zur Grundstromversorgung genutzt werden. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz wird für die durch Erdwärme erzeugte Energie, sprich für den zur Verfügung gestellten Strom, ein Preis zwischen 7-15 Cent pro Kilowattstunde gezahlt. Im Vergleich dazu wird Strom aus Windenergie zum Beispiel aktuell mit acht Cent pro Kilowattstunde vergütet. Aufgrund dieser vergleichsweise hohen Vergütung für den von den Geothermie-Kraftwerken erzeugten Strom, sind die Erdwärmefonds natürlich eine sehr interessante Anlagemöglichkeit. Ein positiver Nebeneffekt ist zudem, dass der Anleger aktiv etwas für den Klimaschutz tun kann, da es sich bei der Energiegewinnung aus Erdwärme um eine natürliche und umweltschonende Form der Energiegewinnung handelt. Neben der Möglichkeit, mit der aus der Erdwärme gewonnenen Energie Strom zu erzeugen, bietet diese Form der Energiegewinnung noch eine andere interessante Nutzungsmöglichkeit. Diese besteht darin, dass die erzeugte Energie auch zum Beheizen von Immobilien genutzt werden kann. Aus diesem Grunde kann man für diese Kraftwerke auch staatliche Förderungen in Anspruch nehmen, was natürlich die Erdwärmefonds als geschlossene Fonds noch ein Stück interessanter für potentielle Anleger macht.

Grundsätzlich ist es bei der Erdwärme-Energie so, dass die Erzeugung von Strom noch nicht weit fortgeschritten ist, weil der Bau der Anlagen durch notwendige Bohrungen sehr aufwendig ist und viel Zeit in Anspruch nimmt. Im Bereich der Wärmeerzeugung schreitet die Entwicklung deutlich schneller voran. Insgesamt steckt in der möglichen Stromerzeugung aus Erdwärme aber dennoch ein sehr großes Wachstumspotential. Wurden im Jahre 2005 rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden an Strom aus Erdwärme erzeugt, so erwarten Experten in mittlerer Zukunft einen Anstieg auf über 100 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr, was achtzig Mal so viel wäre, wie die momentane Leistung ist. Aufgrund der beiden Fakten Wachstumsmarkt mit großem Potential und relativ hoher Preis für den erzeugten Strom, ist die Anlage in Erdwärmefonds auf jeden Fall ein sehr aussichtsreiches Investment für Anleger, die in geschlossene Fonds investieren möchten.