Festgeld

Die verschiedenen Geldanlagen, die seitens der Banken am Markt angeboten werden, lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen. Es gibt demnach sehr sichere Anlagen oder auch Finanzprodukte, welche mit einem höheren Risiko ausgestattet sind. Zu den sicheren Anlagen gehört zum Beispiel auch das Festgeld. Dieses gehört zu den Termineinlagen, zu denen übrigens auch noch das Kündigungsgeld zählt, welches jedoch in der Praxis kaum noch verwendet wird. Die Sicherheit ist auf jeden Fall ein Hauptmerkmal des Festgeldes, was für viele Anleger ein wichtiges Argument darstellt, sich für dieses Produkt zu entscheiden. Die Sicherheit kommt aufgrund von zwei Faktoren zustande. Auf der einen Seite besitze das Produkt an sich nur einen von vier möglichen Risikofaktoren, die generell bei einer Geldanlage auftreten können. Und zwar ist damit das Emittentenrisiko gemeint, denn ein Zinsrisiko, Währungsrisiko oder ein Kursrisiko gibt es beim Festgeld nicht, wenn dieses innerhalb der so bezeichneten Eurozone eröffnet wird, das Festgeldkonto also in Euro geführt wird. Das bestehende Emittentenrisiko wird bis zu einem gewissen Grad dann auch noch zu einhundert Prozent abgesichert, nämlich durch die Einlagensicherung. Innerhalb der EU sind alle Anlagen in Form eines Festgeldes zur Zeit bis 50.00 Euro geschützt. Ab 2011 kann sich jeder Anleger sogar sicher sein, dass er bei Insolvenz der kontoführenden Bank bis zu 100.000 Euro seines Kapitals zurück erhält. Darüber hinaus werden zusätzlich durch die in Deutschland bestehende private Einlagensicherung in Form der Einlagensicherungsfonds sogar Beträge in Millionenhöhe geschützt. Die große Sicherheit ist also ein Merkmal des Festgeldes, ein zweites Merkmal ist die zu vereinbarende Laufzeit bzw. die Dauer, für welchen Zeitraum das Kapital des Kunden auf dem Festgeldkonto angelegt werden soll. Bei den Laufzeiten kann man als Anleger in einem großen Rahmen variieren. Meistens bieten die Banken eine Mindestlaufzeit von 30 Tagen an und man kann das Festgeld mitunter bis zu einer Anlagedauer von acht Jahren nutzen. Schaut man sich die Zinsen an, sollte man sich jedoch überlegen, ob eine Anlagedauer von vielen Jahren wirklich die beste Alternative im Bereich Festgeld ist. Denn die Verzinsung orientiert sich vor allem an der hohen Sicherheit des Produktes und bewegt sich daher eher im mittelmäßigen Bereich, wenn man die Rendite mit denen anderer Geldanlagen vergleicht.

Konkret sind die Festgeldzinsen umso höher, desto länger der Kunde sein Kapital anlegt und desto größer die Anlagesumme ist. Ebenfalls zu den Eigenschaften des Festgeldes zählt, dass man als Anleger im Regelfall eine Mindestanlagesumme auf dem Festgeldkonto einzahlen muss, um das Produkt nutzen zu können. Diese Mindestanlagesumme bewegt sich zwischen 2.000 und 5.000 Euro (je nach Anbieter). Generell werden die Festgeldkonten heute gebührenfrei geführt und auch ansonsten kommen auf den Anleger im Zusammenhang mit der Nutzung des Festgeldkontos keinerlei Kosten zu. Wie viele andere Anlagekonten auch, so kann das Festgeldkonto schon seit vielen Jahren auch bequem über das Internet verwaltet und zuvor auch eröffnet werden.