Flugzeugfonds

Die Flugzeugfonds, als weitere Alternative im Bereich der geschlossenen Fonds, funktionieren im Grunde nach dem gleichen Schema wie die Schiffsfonds, nur dass eben das Kapital der Anleger nicht in Schiffe, sondern in den Bau und den Betrieb von Flugzeugen investiert wird. Die Flugzeugfonds sind noch relativ neu am Markt und fallen in den Bereich der so genannten Leasingfonds. Der Flugzeugfonds wird darum auch als Leasingfonds bezeichnet, weil die Fondsgesellschaft in der Regel ein oder mehrere Flugzeuge neu erwirbt und dann im Folgenden das Flugzeug für eine bestimmte Dauer im Rahmen eines Leasingvertrages an eine Fluggesellschaft vermietet. Nach Ablauf der vereinbarten Vertragsdauer wird dann jeweils aufs Neue eine andere Fluggesellschaft als Leasingnehmer gesucht, falls die bisherige den Vertrag nicht verlängern möchte oder der Fonds bei anderen Interessenten bessere Konditionen erwirken kann. Da die Leasingraten für ein Flugzeug natürlich sehr hoch sind, wird in der Regel seitens des Flugzeugfonds mit einem so genannten Garantiegeber gearbeitet. Dieser bürgt dafür, dass die jeweilige Fluggesellschaft die Leasingraten auch zahlen kann. Ferner trägt auch die Tatsache zur recht große Sicherheit von Flugzeugfonds bei, dass der jeweilige Leasingnehmer einen großen Teil der zu zahlenden Leasingraten bereits vorab zahlt. Sollte der Garantiegeber dennoch einmal "ausfallen" und die Leasingraten nicht ordnungsgemäß an den Flugzeugfonds gezahlt werden, existiert natürlich immernoch das Flugzeug als Gegenwert, sodass man dieses "zur Not" auch weiter verkaufen oder anderweitig vermieten könnte. Aus den genannten Gründen werden die Flugzeugfonds insbesondere Anlegern empfohlen, die auch im Bereich der geschlossenen Fonds auch einer recht sicheren Anlagemöglichkeit suchen.

Nachdem es einige Jahre im Bereich der Flugzeugfonds aufgrund deutlich reduzierter Abschreibungsmöglichkeiten eine Art von "Flaute" gab, werden seit nunmehr zwei Jahren wieder verstärkt diese Art von geschlossenen Fonds angeboten. So wurde zum Beispiel im Jahre 2007 ein Flugzeugfonds der Lloyd Fonds AG den Anlegern zur Zeichnung angeboten. Mit dem Kapital dieses Fonds sollte dann ein neuer Airbus A340-600 erworben werden. Dieser Airbus wurde dann für eine Dauer von 12 Jahren an eine Fluggesellschaft vermietet, was dem Fonds also relativ sichere Einnahmen über einen recht langen Zeitraum bescherte. Flugzeugfonds dieser Art werden in der Regel über einen Zeitraum von einigen Monaten zur Zeichnung angeboten. Die Höhe der benötigten Kapitalsumme steht im Vorhinein fest und ist in der Regel mit dem Kaufpreis des Flugzeuges identisch. Je nach Anbieter kann man sich als Anleger im Regelfall bereits ab 10.000 Euro an einem Flugzeugfonds beteiligen. Für die zukünftig positive Entwicklung von Flugzeugfonds spricht auch die Tatsache, dass immer mehr Airlines ihre Flugzeuge leasen statt diese selber zu kaufen.