Ausgabeaufschlag

Der Kauf von Fondsanteilen ist sehr häufig mit der Entrichtung des so genannten Ausgabeaufschlags verbunden. Hierbei handelt es sich um eine Gebühr, die von den Investmentgesellschaften erhoben wird. Der Ausgabeaufschlag stellt im Fondsbereich sozusagen die Haupteinnahmequelle von Investmentgesellschaften, Banken und Finanzberatern dar. Es ist nicht unbedingt so, dass die Investmentgesellschaften die Gebühr vollständig selbst einstreichen. In erster Linie ist sie dazu gedacht, um die bereits genannten Vertriebspartner zu bezahlen. Die Zahlung des Ausgabeaufschlags erfolgt übrigens in Form von Verrechnung - und zwar unmittelbar beim Fondskauf. Wenn zum Beispiel ein Anleger Fondsanteile im Wert von 1.000 Euro erwirbt und der Ausgabeaufschlag 5 Prozent beträgt, so landen in seinem Depot letztendlich Anteile im Wert von 950 Euro. Während sich die Investmentgesellschaften über zusätzliche Einnahmequelle freuen - schließlich stellen sie den Anteilsinhabern auch noch Verwaltungs- und Managementgebühren in Rechnung - so sieht es bei den Anteilsinhabern anders aus. Wer Fondsanteile kaufen möchte, ist logischerweise nicht sehr darüber erfreut, dass er den Ausgabeaufschlag zu entrichten hat. Im vorherigen Beispiel wurde ein Ausgabeaufschlag in Höhe von 5 Prozent genannt. Dieser Wert bildet ungefähr den Durchschnitt. Es gibt zwar auch Fonds, die günstiger angeboten werden, auf der anderen Seite gibt es aber auch Fonds, deren Ausgabeaufschlag höher ausfällt.

Wenn man nun bedenkt, dass zum Beispiel ein Rentenfonds oder ein Immobilienfonds eine durchschnittliche Jahresrendite zwischen 5 und 7 Prozent erwirtschaft, dann man sich der Ausgabeaufschlag sehr deutlich bemerkbar, da er die Rendite spürbar schmälert. Aufgrund der Renditeschmälerung sollten Fondsanleger darauf achten, ihre Fondsanteile stets günstiger bzw. zu einem reduzierten Ausgabeaufschlag zu erwerben. Es gibt nämlich mehrere Onlinebroker und Fondsvermittler, die Fonds günstiger verkaufen. Je nach Anbieter sind Rabatte in Höhe von 50 Prozent oder sogar mehr möglich. Einige Onlinebroker haben exklusive Partnerschaften mit Investmentgesellschaften abgeschlossen und können manche Fonds sogar ganz ohne Ausgabeaufschlag anbieten. In Anbetracht der Tatsache, dass sich solch ein Rabatt sehr deutlich auf die Rendite auswirkt, sollte man sich stets nach Rabatten erkundigen, bevor man Fondsanteile erwirbt.