Fondsdepot
Unter einem Fondsdepot versteht man ein Depot, das ausschließlich für den Handel von Fondsanteilen gedacht ist. Bisher ist es so, dass der Bekanntheitsgrad der Fondsdepots noch nicht besonders groß ist und es nur einen relativ kleinen Anteil an Fondsanlegern gibt, die ihre Fondsanlagen über entsprechende Depots abwickeln. Doch das könnte sich schon bald ändern, denn aufgrund der Spezialisierung können die Anleger von ganz enormen Kostenvorteilen profitieren. Der Unterschied zu einem klassischen Depot bei einer Regional- oder Direktbank besteht darin, dass der Anleger auf ein sehr viel größeres Spektrum an Investmentfonds Zugriff hat. Bei vielen regionalen Banken ist es ja immer noch so, dass ausschließlich Fondsanteile der hauseigenen Investmentgesellschaften erworben werden können. Bei den Fondsdepot-Banken ist es hingegen so, dass die Anleger aus tausenden von Investmentfonds wählen können. Doch die große Auswahl an Fonds ist natürlich nicht der Hauptgrund, der für die Eröffnung eines Fondsdepots spricht. Wie in der Einleitung bereits angeschnitten wurde, sind die Fondsdepots vor allem aufgrund eines Kostenvorteils sehr interessant. Dank Kooperationen mit Investmentgesellschaften und großer Handelsvolumen befinden sich die Fondsdepot-Banken in der Lage, ihren Kunden erstklassige Konditionen beim Fondserwerb einräumen zu können. Bei den großen Anbietern können die Kunden tausende von Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag erwerben. Auf diese Weise können die Anleger ihre Rendite sehr deutlich erhöhen.
Wenn man bedenkt, dass Fondsanleger sonst Ausgabeaufschläge in Höhe von durchschnittlich fünf Prozent entrichten, ist die Eröffnung eines entsprechenden Depots mehr als empfehlenswert. Die Anbieter finanzieren sich über Depotgebühren, die verhältnismäßig gering sind. Im Durchschnitt beläuft sich die Höhe der jährlichen Depotgebühren auf rund 50 Euro. Somit kann gesagt werden, dass sich die Depoteröffnung dann lohnt, wenn man im Jahr Fondsanteile im Wert von mindestens 1.000 Euro erwirbt - sofern man einen regulären Ausgabeaufschlag in Höhe von 5 Prozent ansetzt. Ähnlich wie bei Onlinebrokern ist es so, dass die Anleger keine Beratung in Anspruch nehmen können. Das Angebot beschränkt sich im Wesentlichen darauf, Fondsanteile günstig bzw. ohne Ausgabeaufschlag anzubieten. Als Bonus bieten mehrere Fondsbanken ihren Kunden sehr interessante Onlinetools an, mit deren Hilfe sie zum Beispiel die Performance ihrer Depots bewerten können.