Margin Call des Forex Brokers

Beim so genannten Margin Call handelt es sich um eine Art von Warnhinweis des Forex Brokers, den eigentlich kein Anleger gerne erhalten möchte. Da das Margin nur eine recht geringe Sicherheitsleistung im Vergleich zum Gegenwert der gehandelten Devisen darstellt, kann es sehr schnell passieren, dass diese Sicherheitsleistung nicht mehr ausreicht. Beträgt das Margin zum Beispiel beim Forex Broker A ein Prozent und hat der Kunde A zum Beispiel für 10.000 Euro den amerikanischen US-Dollar gekauft, so findet der Margin Call in dem Moment statt, wenn der Kurs des US-Dollars gegenüber dem Euro um ein Prozent gefallen ist. Jeder weitere noch so geringe Kursverfall des Dollars würde bewirken, dass die Position sofort geschlossen wird, da der Anleger nicht mehr an Kapital verlieren kann, nämlich sein Margin, als er eingesetzt hat. Um dem Kunden noch die Möglichkeit zu geben, zusätzliches Kapital auf sein Handelskonto einzuzahlen und damit sein Margin zu erhöhen, versendet der Forex Broker eben diesen Margin Call. Der Anleger hat allerdings in der Regel nur Minuten Zeit, um auf den Call zu reagieren und Kapital einzuzahlen und somit seine Sicherheitsleistung zu erhöhen. Reagiert der Kunde nicht auf den Margin Call und fällt der Kurs weiter, so wird die Position geschlossen und der Kunde hat sein gesamtes eingesetztes Kapital, also das komplette Margin, verloren. Aus diesem genannten Grunde ist es auch immer ratsam, nie sein gesamtes auf dem Handelskonto befindliches Kapital als Margin einzusetzen, damit man stets noch ein "Sicherheitspolster" hat, um auch zwischenzeitlich etwas stärkere Kursschwankungen "auffangen" zu können.

Der Hauptzweck des Margin Calls besteht also im Grunde darin, den Anleger vor einem drohenden Totalverlust des eingesetzten Margin zu warnen und zugleich zu gewährleisten, dass der Kunde nicht mehr Kapital verlieren kann, als er eingesetzt hat. Angenommen das Margin beträgt ein Prozent und es gäbe keinen Margin-Call und die Position würde auch nicht automatisch geschlossen. In dem Fall müsste der Kunde bei einem Kursverfall der gehandelten Devisen von zwei Prozent noch einmal die Höhe des eingesetzten Margin "nachschiessen", er hätte also doppelt so viel Kapital verloren, wie er ursprünglich eingesetzt hat.