Forexhandel Margin
Neben dem Leverage spielt auch das Margin eine bedeutende Rolle beim Forex Trading und steht zudem in enger Verbindung mit dem Leverage. Das Margin kann man am besten mit dem Begriff Sicherheitsleistung erklären. Da man durch den Leverage vom Forex Broker Geld geliehen bekommt, muss man auch eine geringe Sicherheitsleistung erbringen, was als Margin bezeichnet wird. Wer also zum Beispiel bei einem Leverage von 100:1 einen Gegenwert von 10.000 Euro handeln möchte, muss bei einem üblichen Margin von 1,00 Prozent eigenes Kapital in Höhe von 100 Euro "hinterlegen". Das Margin bewegt sich je nach Forex Broker und je nach zu handelnder Währung in einem Bereich zwischen 0,25 und 2,00 Prozent des zu handelnden Gegenwertes. Das Margin ist zum einen eine Sicherheitsleistung, ist aber aus Sicht des Kunden auch eine wichtige Größe, inwieweit er dieses Margin zum Handeln einsetzt. Ein niedriges Margin von beispielsweise 0,50 Prozent ist grundsätzlich mit einem höheren Verlustrisiko für den Kunden verbunden, als ein Margin von 2,00 Prozent. Dieses ist ganz einfach zu erklären. Muss der Anleger nur eine Margin von 0,50 Prozent stellen, also bei einem gewünschten Handelsbetrag von 10.000 Euro nur 50 Euro eigenes Kapital auf dem Handelskonto besitzen, so ist dieses Kapital sofort verloren, wenn sich die für 10.000 Euro gekaufte Währung um mindestens 0,51 Prozent entgegen den Erwartungen entwickelt, also wenn der Kurs der Währung zum Beispiel fällt.
In diesem Falle bekommt der Anleger zwar zunächst noch einen so genannten Margin Call, eine Art Warnsignal des Forex Brokers, aber wenn der Kunde nicht schnell seine Sicherheitsleistung erhöht, wird die offene Handelsposition vom Broker geschlossen und der Kunde hat sein 50 Euro aus dem Beispielfall verloren. Bei einem Margin von 2,00 hingegen könnte die jeweilige Währung vom Kurs her bis zu zwei Prozent in die "falsche" Richtung schwanken, eher ein Verlust des eingesetzten Kapitals droht.