Geldmarktfonds

Bei Geldmarktfonds handelt es sich um eine Art von Fonds, die vielen Anlegern nicht geläufig ist. Eigentlich ist das sehr unverständlich, denn Geldmarktfonds zählen zu den sichersten Fonds, die auf dem Markt angeboten werden. Im Prinzip gibt es keine andere Art von Fonds, die dem Anleger ein höheres Maß an Sicherheit bietet. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass nicht gerade die höchsten Renditen zu erwarten sind - und das wird vermutlich der Hauptgrund sein, weshalb es nur wenige Privatanleger gibt, die in entsprechende Fonds investieren. Die hohe Sicherheit der Geldmarktfonds beruht darauf, dass in Geldmarkttitel und liquide Wertpapiere investiert wird. Darunter fallen in erster Linie Termingelder und Anleihen mit kurzer Laufzeit. Aufgrund des Anlageumfelds liegen die zu erwartenden Renditen etwa im Bereich von Tagesgeld und Festgeldkonten. Gute Fonds liegen fast immer ein wenig über diesen Renditen, so dass sie vor allem dann als Anlageform in Frage kommen, wenn Gelder kurz- oder mittelfristig geparkt werden sollen. Weil Geldmarktfonds im Vergleich zu anderen Fonds nicht ganz so hohe Renditen erwirtschaften - zumindest nicht in guten Börsenjahren - fallen die Erwerbskosten auch nicht so hoch aus. Während Anleger für Aktienfonds häufig 5 Prozent Ausgabeaufschlag oder sogar mehr entrichten müssen, sind die meisten Geldfonds ohne Ausgabeaufschlag zu haben - schließlich würde ein Ausgabeaufschlag von 5 Prozent eventuell die Rendite ganzen Jahres vernichten. Natürlich gibt es auch Geldmarktfonds mit Ausgabeaufschlag. Hierbei handelt es sich meist um Fonds, die in Termingelder mit relativ langer Laufzeit investieren, und deshalb auch die höchste Renditeerwartung haben.

Sind Investment in Fonds mit Ausgabeaufschlag angedacht, so gilt es genau zu kalkulieren, ob sich das Investment lohnt bzw. welcher Anlagehorizont zu empfehlen ist, damit die Zahlung des Ausgabeaufschlags durch die höhere Rendite kompensiert wird. Wie bei allen anderen Fonds auch, ist es ratsam vor einem Investment die Fonds verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Denn neben dem Ausgabeaufschlag werden gern Managementgebühren berechnet, deren Höhe von Investmentgesellschaft zu Investmentgesellschaft ganz unterschiedlich ausfallen kann.