Geschlossene Fonds - Infos

Bei den geschlossenen Fonds handelt es sich um eine Anlageform, die selbst von Experten oftmals als die "Königsklasse" im Bereich der Geld- und Kapitalanlage bezeichnet wird. Und tatsächlich ist es so, dass man schon Einiges an Basiswissen haben sollte, bevor man sich definitiv für die Anlage in einen geschlossenen Fonds entscheidet. Ein wichtiger Teil des Basiswissens ist es zum Beispiel, dass man sich darüber im Klaren ist, dass man sich durch das Investment zum einen an einem ganz bestimmten Projekt beteiligt und quasi Teilhaber dieses Projektes wird, und das man sein Kapital zum anderen in der Regel für viele Jahre ohne vorzeitige Möglichkeit der Verfügung an dieses Projekt bindet. Bei den geschlossenen Fonds ist es nämlich so, dass man die Fondsanteile zunächst nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg erwerben kann, diese aber auch erst nach Ablauf einer bestimmten Frist, in der Regel fünf Jahre, wieder verkaufen kann. Wer sein Kapital in einen geschlossenen Fonds investiert, wird damit zugleich normalerweise auch ein Kommanditist (Teilhafter) einer KG oder auch einer GmbH & Co.KG, man wird also ein Gesellschafter und nicht "nur" ein anonymer Anleger, wie es bei den offenen Fonds der Fall ist. Das Anlagevolumen ist ebenfalls bei den geschlossenen Fonds genau festgelegt. Dieses ist dadurch zu erklären, dass in der Regel mit dem Fonds ein ganz bestimmtes Projekt finanziert werden soll, zum Beispiel der Kauf einer Gewerbeimmobilie. Daher stehen natürlich auch die finanziellen Mittel (Kaufsumme des Objektes) genau fest. Die Ausgabe der Fondsanteile wird nach Beginn der Zeichnungsmöglichkeit auch dann sofort geschlossen, wenn genügend Kapital der zukünftigen Teilhaber gesammelt worden ist.

Laut Gesetz ist es so, dass es bestimmte Vorgaben für einen geschlossenen Fonds gibt, damit dieser sich überhaupt als ein solcher Fonds bezeichnen darf. Zu diesen Vorgaben gehört unter anderem, dass es sich bei dem Fonds um eine Personengesellschaft handeln muss, es muss ein für alle Anleger einheitlicher und nicht mehr veränderbarer Gesellschaftsvertrag existieren und es muss zudem auch eine klar definierte Anlagestrategie vorhanden sein. Ferner ist ein Merkmal der geschlossene Fonds unter anderem auch, dass der Anleger eine Mindestsumme investieren muss, zumeist zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Diese Summe wird auch nicht komplett als Kapitaleinlage verwendet, sondern teilweise zur Deckung von Nebenkosten oder Vertriebskosten, sodass die indirekten Gebühren beim geschlossenen Fonds oftmals relativ hoch sind und bei ca. 5-15 Prozent liegen können.