Geschlossene Immobilienfonds
Bei den Immobilienfonds ist es grundsätzlich für den Anleger zunächst einmal wichtig, dass er sich für den "richtigen" Immobilienfonds entscheidet, da man in diesem Bereich sowohl offene als auch geschlossene Immobilienfonds vorfindet. Während sich die offenen Immobilienfonds dadurch auszeichnen, dass man dort laufend Fondsanteile erwerben kann, diese jederzeit wieder veräußern kann und eine breite Risikostreuung besteht, ist bei den geschlossenen Immobilienfonds genau das Gegenteil der Fall. Die Anteile können nur für einen begrenzten Zeitraum erworben werden, erst nach einer Wartezeit von einigen Jahren wieder verkauft werden und es gibt auch kaum eine Risikostreuung, da der Fonds ein oder wenige Projekte finanziert, im Rahmen derer nur in sehr wenige oder eine einzelne Immobilie investiert wird. In der Regel wird ein geschlossener Immobilienfonds auferlegt, um den Kauf oder den Bau einer Gewerbeimmobilie zu finanzieren. Den größten Anteil an geschlossenen Immobilienfonds, vom Anlagevolumen her betrachtet, bilden mit rund 40 Prozent die Immobilienfonds Deutschland, mit rund 27 Prozent die Immobilienfonds USA und die restlichen 33 Prozent verteilen sich auf Immobilienfonds im sonstigen Ausland. Ein möglicher Vorteil der geschlossenen Immobilienfonds liegt sicherlich für den Anleger in der Tatsache begründet, dass sich im Durchschnitt sehr gute Renditen erwirtschaften lassen. Die Einnahmen des geschlossenen Immobilienfonds bzw. der Gesellschaft bestehen in der Regel aus den Mieten oder den Pachten, welche für die vermieteten und verpachteten Immobilien gezahlt werden.
Oftmals werden die Mietverträge über eine sehr lange Laufzeit abgeschlossen, was natürlich die Einnahmen für einen langen Zeitraum sichert. Allerdings besteht auf der anderen Seite gerade bei Gewerbeimmobilien, wie zum Beispiel bei Bürohäusern, auch immer die Gefahr, dass man das Objekt nicht vollständig vermieten kann, dass also Räume leer stehen. Ist dieses der Fall, weichen die realen Einnahmen demzufolge von der Kalkulation ab, und als Folge dessen erhält der Anleger eine geringere oder im schlimmsten Fall sogar gar keine Rendite. Auch Mietausfälle können gerade in schlechten wirtschaftlichen Zeiten das Ergebnis des geschlossenen Immobilienfonds negativ beeinflussen. Eine wichtige Einteilung bezüglich der geschlossenen Immobilienfonds wird übrigens dorthin gehend vorgenommen, in welche Art von Immobilien der Fonds investiert. Hier unterteilt man in der Regel nach Wohngebäuden, Bürogebäuden, Seniorenwohnheimen, Hotels und Einkaufszentren. Die jeweiligen Objekte bieten dann natürlich noch einmal ganz spezielle Risiken und Chancen, die man bei der Anlageentscheidung berücksichtigen sollte.