Indexfonds
Im Bereich Investmentfonds hat man als Anleger viele verschiedene Fonds zur Auswahl. Dabei gibt es inzwischen eine Einteilung der Fonds in drei Hauptgruppen. Das sind auf der einen Seite die offenen und geschlossenen Immobilienfonds und auf der anderen Seite die so genannten Indexfonds. Diese Indexfonds haben noch zwei weitere Bezeichnungen, nämlich Passivfonds oder von der Fachbezeichnung her Exchange Traded Funds (kurz ETFs). Nimmt man die klassischen offenen Investmentfonds wie Rentenfonds oder Aktienfonds zum Vergleich, dann unterscheiden sich die Indexfonds in zwei Haupteigenschaften von den klassischen offenen Investmentfonds und zudem noch bezüglich einiger weiterer Merkmale. Der Name "Indexfonds"kommt deshalb zustande, weil diese Fonds einen Index nachbilden, also zum Beispiel die gleichen Aktien kaufen, die in einem bestimmten Aktienindex vorhanden sind. Aufgrund dieser Tatsache ist auch die Bezeichnung Passivfonds oder passiv gemanagter Fonds entstanden. Der Fondsmanager muss nämlich beim Indexfonds im Gegensatz zum Fondsmanager eines klassischen Fonds keine eigene Auswahl treffen, welche Aktien in den Fonds aufgenommen werden. Stattdessen hat der Manager lediglich die Aufgabe, die Zusammensetzung eines Aktienindex nachzubilden. Auf das Beispiel eines Indexfonds übertragen, welcher den DAX-Index als Basis hat würde das demnach bedeuten, dass der Fonds alle Aktien in der gleichen Gewichtung erwirbt, wie sie auch im DAX vertreten sind. Aus dieser Tatsache heraus leitet sich natürlich ab, dass die Entwicklung des Index im Grunde 1:1 mit der Entwicklung des DAX identisch ist. Das zweite Hauptmerkmal der Indexfonds besteht darin, dass diese im Gegensatz zu anderen offenen Investmentfonds an der Börse gehandelt werden, weshalb die Indexfonds auch als Exchange Traded Funds (an der Börse gehandelt) bezeichnet werden. Während der Anteilswert des Fondsanteils beim klassischen Investmentfonds täglich von der Fondsgesellschaft berechnet wird, ergibt sich der Wert des Fondsanteils beim Indexfonds (ETF) aus dem Handel an der Börse. Aus dieser Sicht ist der Indexfonds also mit dem Indexzertifikat vergleichbar.
Da der Indexfonds dem Indexzertifikat in vielen Punkten ähnlich ist, werden diese beiden Produkte sehr oft miteinander verglichen. Während der Indexfonds den Vorteil hat, dass der Anleger kein Emittentenrisiko eingeht und ein sehr transparentes Produkt erwirbt, hat das Indexzertifikat wiederum vor allen Dingen den Vorteil, dass die Gebühren für den Anleger deutlich geringer als beim Indexfonds sind. Im Vergleich zu einem klassischen Aktienfonds schneidet der Indexfonds übrigens von der Performance her im Durchschnitt besser ab.