Indexfonds

Bei den Indexfonds handelt es sich um eine ganz spezielle Art von Fonds. Wie man es vom Namen her schon erahnen kann, bildet solch ein Fonds einen Index ab. So gibt es zum Beispiel mehrere Indexfonds, die den Dax oder den Dow Jones Industrial Index abbilden. Erreicht wird der Kursentwicklung dadurch, dass die Fondsgelder in die jeweiligen Wertpapiere investiert werden, aus denen sich ein bestimmter Index zusammensetzt. Indexfonds sind für Anleger vor allem deshalb sehr interessant, weil sie jeweils den Vergleichsindex bzw. Benchmark für das jeweilige Anlagesegment darstellen. Fondsmanager sind stets darum bemüht, mit ihren Fonds den jeweiligen Vergleichsindex zu schlagen - was ihnen in den meisten Fällen nicht gelingt. Gerade einmal 20 Prozent aller Fonds können eine bessere Performance als ihr jeweiliger Vergleichsindex erzielen - die restlichen 80 Prozent sind schlechter. Für den Anleger bedeutet das, dass er mit einem Investment in einen Indexfonds mit hoher Wahrscheinlichkeit eine bessere Rendite erzielt, als mit einem aktiv gemanagten Fonds. Übrigens ist es nicht so, dass Indexfonds ausschließlich in Aktien investieren - auch wenn das von einigen Anglern angenommen wird. Schließlich gibt es neben den Aktienindizes auch noch weitere Indizes - beispielsweise im Bereich der Anleihen oder Rohstoffe. Im Prinzip können Indexfonds auf die unterschiedlichsten Indizes erworben werden, ganz egal ob es dabei um Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder sogar Immobilien geht. Eine ganz besondere Form von Indexfonds stellen ETFs (Exchange Traded Funds) dar.

Die Funktionsweise entspricht genau der eines klassischen Indexfonds. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass die Fondsanteile börsentäglich zu unterschiedlichen Kursen gehandelt werden können. Während bei klassischen Fonds die An- und Verkaufskurse täglich einmal festgesetzt werden, bilden ETFs ihre jeweiligen Indizes in Echtzeit ab. Somit bieten sie sich unter anderem auch für das Daytrading an. Gleichzeitig verhält es sich so, dass ETFs keinen Ausgabeaufschlag kosten, was sie nicht nur für Daytrader, sondern auch für Anleger interessant macht, die längerfristige Investments tätigen wollen. Schließlich mindern Ausgabeaufschläge unnötigerweise die Rendite.