Sparplan bei Investmentfonds

Wer sich mit dem Thema Investmentfonds auseinandersetzt, der wird zwangsläufig über den Begriff Sparplan stolpern. Es sind vor allem Banken und immer häufiger auch Onlinebroker und Investmentgesellschaften selbst, die ihre Kunden davon überzeugen wollen, Sparpläne abzuschließen. Im Folgenden soll erläutert werden, was unter einem Sparplan zu verstehen ist und worin die Vor- und Nachteile liegen. Das Prinzip des Sparplans für Investmentfonds ist schnell erklärt. Anstatt Einmalinvestments zu tätigen (größere Beträge in Fonds zu investieren), wird das Kapital über mehrere Monate oder sogar Jahre hinweg eingezahlt. Je nach Fonds wird monatlich oder auch vierteljährlich ein festgelegter Betrag vom Konto des Anlegers abgebucht und in den Fonds eingezahlt. Einer der größten Vorteile des Fondssparens liegt vor allem darin, dass man schon mit kleinen Beträgen dabei ist. Bei den meisten Banken und Investmentgesellschaften beläuft sich die Mindestrate auf gerade einmal 100 Euro, was wirklich sehr günstig ist. Bei Einmalanlagen verhält es sich so, dass je nach Investmentgesellschaft und Fonds durchschnittlich 2.500 Euro angelegt werden müssen. Einen weiteren Vorteil stellt der so genannte Leverage-Effekt dar. Das bedeutet, dass der Fondsanleger von fallenden Fondskursen nicht so hart getroffen wird. Denn sollte ein Fonds mit Wert fallen, so macht sich der Verlust im Gegensatz zu einem Einmalinvestment nicht so sehr bemerkbar - und gleichzeitig ist es so, dass man automatisch günstig nachkauft. Es ist sogar mathematisch bewiesen, dass man mit Sparplänen das Anlagerisiko senken und gleichzeitig die Rendite erhöhen kann.

In der Einleitung wurde ja erwähnt, dass neben den Vorteilen auch die Nachteile von Sparplänen angesprochen werden sollen. Allerdings bleibt zu sagen, dass es keine richtigen Nachteile gibt. Im Grunde genommen kann Fondsanlegern nur dazu geraten werden, keine Einmalinvestments zu tätigen, sondern stattdessen lieber Sparpläne abzuschließen. Letztendlich wäre ein Sparplan nur dann nachteilig, wenn ein Fonds unmittelbar nach der ersten Sparrate eine außerordentliche Performance erzielt - dann hätte man von einer Einmalanlage nämlich mehr profitiert.