Leverage beim Forex Trading
Wenn man sich aktiv mit dem Devisenhandel beschäftigen möchte, sollte man auf jeden Fall einige Fachbegriffe kennen, die einem immer wieder in der Theorie und vor allem auch in der Praxis beim Devisenhandel begegnen werden. Wenn man den Forexhandel erklären möchte, darf zum Beispiel auch der Begriff des Leverage nicht fehlen. Bei dem Leverage handelt es sich um einen Hebel, der dem Kunden vom Forex Broker zur Verfügung gestellt wird. Je nach Anbieter und Art der zu handelnden Währung liegt ein solcher Leverage bei 50:1 bis zu 400:1. Das Zahlenverhältnis bedeutet in diesem Falle, dass der Kunde zum Beispiel bei einem Hebel von 400:1 nur einen Euro an eigenem Kapital einsetzen muss, um eine Summe von beispielsweise 400 Euro handeln zu können. Die Differenz von 399 Euro ist also im Grunde eine Art von Darlehen seitens des Forex Brokers, der dem Anleger in diesem Fall für einen Euro 400 Euro leiht. Das Vorhandensein des Leverage führt dann auch dazu, dass man am Devisenmarkt mit so enorm hohen Summen bei kleinem Kapitaleinsatz handeln kann. Wer also eigens Kapital von zum Beispiel 500 Euro besitzt, kann bei einem Leverage von 400:1 einen Gesamtwert von 200.000 Euro handeln. Nur aufgrund dieser Tatsache ist der Devisenhandel überhaupt für kleinere Privatanleger zugänglich, da hier in der Regel Mindestbeträge von nicht unter 10.000 Euro gehandelt werden müssen. Es ist also zum Beispiel gar nicht möglich, so geringe Einheiten wie 500 Dollar zu handeln, sondern man muss mindestens 10.000 Dollar handeln, um überhaupt am Forex Trading teilnehmen zu können.
Da dem Anleger aber nun dieser Leverage vom Broker zur Verfügung gestellt wird, ist diese Mindesteinheit eigentlich bereits für jeden Kleinanleger mit wenigen hundert Euro eigenem Kapitaleinsatz zu erreichen. Da man zum Beispiel also nur 100 Euro eigenes Kapital aufwenden muss, um dennoch 40.000 Euro damit handeln zu können, sind natürlich auf der einen Seite schon bei geringen Kurssteigerungen der gehandelten Devisen große Gewinne möglich, aber natürlich auch hohe Verluste auf der anderen Seite, was ebenfalls durch den Hebel (Leverage) begründet ist.