Nebenwerte
Im Bereich der Aktien gibt es einige große Aktiengesellschaften und natürlich auch viele kleinere und mittlere Aktiengesellschaften, wenn man dieses auf die Größe des Unternehmens bzw. auf die Anzahl der Aktien und die Marktkapitalisierung bezieht. Die großen Aktienwertes eines Landes bezeichnet man als Standardwerte oder auch als Blue Chips. Auf Deutschland bezogen werden im Allgemeinen die DAX-Aktien als solche Standardwerte bezeichnet. Im Rahmen einer Art von Abstufung werden alle anderen Aktien mitunter als Nebenwerte bezeichnet, wobei die Differenzierung nicht ganz eindeutig und einheitlich ist, aber wann eine Aktie ein Hauptwert/Standardwert und ab wann ein Nebenwert ist. In Deutschland hat sich an der Börse die Einteilung in Standardwerte als die 30 DAX-Werte und in die Nebenwerte durchgesetzt. Die Nebenwerte lassen sich dann zusätzlich noch in verschiedene Gruppen einteilen, nämlich drei Arten von Nebenwerten an der Zahl. Dieses sind die so genannten Mid Caps, die Small Caps und die Micro Caps. Als Mid Caps werden die Nebenwerte mit einem mittleren Börsenwert bezeichnet, die auch im Aktienindex MDax vertreten sind. Konkret handelt es sich hier um 50 Aktien, die als Basis für den MDax dienen. Neben diesen MDax-Werten gibt es als weitere Art von Nebenwerten dann die so genannten Small Caps, die einen geringen Börsenwert haben. Als Small Caps werden alle Nebenwerte bezeichnet, die entweder im SDax (Small Cap Dax) vertreten sind oder in gar keinem Index gelistet werden. Darüber hinaus gibt es noch die Micro Caps, bei denen es sich um Aktienwerte handelt, welche in keinem Index vertreten sind und als Kleinstwerte bezeichnet werden. Oftmals bezeichnet man viele dieser Aktien aufgrund ihres geringen Wertes auch als Pennystocks. Grundsätzlich gibt es keine festen grenzen zwischen den Small Caps und den Micro Caps, sondern der Übergang ist hier relativ fließend. In Deutschland sind über 95 Prozent aller an den Börsen notierten Aktien solche Nebenwerte. Für den Anleger gibt es in der Praxis nur wenige Unterschiede zwischen den Standardwerten und den Nebenwerten.
Allerdings gilt generell die Aussage, dass die Standardwerte im Grunde immer handelbar sind, während es bei vielen Nebenwerte auch schon einmal passieren kann, dass kein Handelsumsatz stattfindet, weil entweder Angebot oder Nachfrage fehlen. Daraus ergibt sich für den Anleger eine nicht ganz unwichtige Konsequenz. Da Nebenwerte oftmals nur eine relativ geringe Stückzahl an Aktien an der Börse platziert haben, wirken sich bereits kleinere Mengen an Käufen oder Verkäufen teilweise stark auf den Kurs der Aktien aus. Daher empfiehlt es sich beim Verkauf und Kauf von Nebenwerten eine Limitorder aufzugeben, damit der tatsächlich gehandelte Aktienkurs auch nicht die selbst festgelegten Grenzen über- oder unterschreitet.