Onlinebanking

Wenn es eine Entwicklung gibt, welche den Bankenbereich in den letzten Jahren und im letzten Jahrzehnt stark verändert und geprägt hat, dann ist das sicherlich das Onlinebanking. Bis vor gut zehn Jahren war es den Kunden fast ausschließlich möglich, ihre Bankgeschäfte in der Filiale der Bank zu erledigen. Über den "Umweg" Telefonbanking, welches sich in der Praxis jedoch nie wirklich durchsetzen konnte, haben die Kunden heute nun die Möglichkeit, einen großen Anteil aller Bankgeschäfte im Rahmen des Onlinebankings über das Internet durchführen und abwickeln zu können. Das reicht von der Nutzung eines Girokontos, über den Abschluss von Geldanlagen bis hin zur Kreditaufnahme, die ebenfalls über die Webseite der Bank erfolgen kann. Ein Hauptbereich vom Onlinebanking ist natürlich nach wie vor das Girokonto. Das Girokonto kann man heute bei fast jedem Kreditinstitut, vor allen Dingen natürlich bei den so genannten Onlinebanken bzw. bei den Direktbanken, sowohl über das Internet eröffnen, als dann später auch über den Weg des Onlinebankings nutzen. Auch fast alle Banken mit Geschäftsstellen bieten zumindest die Führung des Girokontos über den Onlineweg an. Meistens bietet die Online-Kontoführung dem Kunden neben der ohnehin sehr bequemen und zeitsparenden Nutzung des Kontos noch einen weiteren Vorteil. Dieser liegt in den Gebühren, denn eine online durchgeführte Überweisung ist fast immer günstiger für den Kunden als wenn eine beleghafte Überweisung ausgeführt werden muss. Generell kann man online im Grunde alle Funktionen des Girokontos nutzen, welche man auch in der Geschäftsstelle nutzen könnte. Es kann der Kontostand abgerufen werden, man kann sich Umsätze anschauen, einen Kontoauszug erstellen, Überweisungen tätigen und Daueraufträge einrichten oder ändern. Einzig die Bargeldverfügung ist noch nicht von zu Hause aus möglich. Neben der Onlinekontoführung des Girokontos können mittlerweile noch viele andere Arten von Finanzprodukten im Rahmen vom Onlinebanking über das Internet genutzt werden. Im Anlagebereich können beispielsweise das Tagesgeldkonto und das Festgeldkonto oftmals online eröffnet und auch geführt werden. Zudem fällt natürlich im Grunde auch der gesamte Wertpapier- und Broking-Bereich unter das Onlinebanking, man spricht hier häufig auch vom Online Brokerage. Heute kann man nahezu alle möglichen und angebotenen Wertpapiere über das online geführte Wertpapierdepot kaufen, verkaufen und verwalten lassen. Der Bereich Onlinebanking hat sich zudem auch auf den Kreditbereich erstreckt. Man kann einen Dispokredit online beantragen, einen Ratenkredit und immer häufiger sogar meine komplette Baufinanzierung abwickeln. Ein Thema muss im Zusammenhang mit dem Onlinebanking stets angesprochen werden, weil nach wie vor viele Kunden in dieser Hinsicht Bedenken haben. Es geht um die Sicherheit beim Onlinebanking. Auch diese hat sich in den letzten Jahren Schritt für Schritt verbessert, sodass man inzwischen behaupten kann, dass das Onlinebanking generell als sicher zu bezeichnen ist.

Natürlich gibt es auch hier Möglichkeiten, dass sich Unbefugte Zugang zum Konto verschaffen, aber dieses Risiko besteht in der "Offline-Welt" natürlich genauso. Grundsätzlich funktioniert die Sicherheit beim Onlinebanking immer in zwei Stufen, egal ob man ein Girokonto nutzt, eine Wertpapierdepot oder einen Zugang zum Tagesgeldkonto. Die erste Stufe besteht darin, sich einen berechtigten Zugang zum Konto zu verschaffen. Das ist in der Regel über die Eingabe der Kontonummer und der PIN (oder einem persönlichen Passwort) möglich. Möchte man einen Auftrag durchführen lassen, zum Beispiel eine Überweisung vornehmen, dann reicht die PIN alleine dazu nicht aus, sondern man muss zusätzlich noch einen Transaktionsnummer (TAN) eingeben. Erst dann wird der Auftrag auch ausgeführt. Es ist also beim Onlinebanking nicht möglich, nur mittels von PIN oder Passwort eine Transaktion zu veranlassen, was die Sicherheit deutlich erhöht hat.