Performance - Rendite
Früher hat man bei einer Kapitalanlage von dem zu erzielenden Ertrag oder dem Gewinn gesprochen. Heute sind die üblichen Begriffe eher Rendite und in vielen Bereichen der Geldanlage wird vornehmlich auch von der Performance gesprochen. Allgemein ist mit dem Begriff Performance die Wertentwicklung gemeint, die ein Finanzprodukt oder auch ein Index innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu verzeichnen hatte. Dabei ist es ein grundsätzliches Merkmal der Performance, dass diese sich stets auf einen Zeitraum X bezieht und nicht ohne Angabe eines Zeitraumes ermittelt wird. Eine Performance wird im Allgemeinen als eine positive Wertentwicklung betrachtet, auch wenn hin und wieder der Begriff der negativen Performance verwendet wird. In der Praxis wird vor allen Dingen bei Geldanlagen von Performance gesprochen, die einen Kurs beinhalten. Somit spricht man bei Spareinlagen, beim Festgeld oder beim Tagesgeld eher von der Rendite als von der Performance, was zum größten Teil auch für den Bereich der Anleihen gilt. Bei Aktien, Fonds und den vielen Arten von Derivaten und dem Devisenhandel wird hingegen sehr oft von der Performance gesprochen. So schauen sich zum Beispiel Chartanalysten den Kursverlauf von Aktien an und können dann beispielsweise als Ergebnis der Betrachtung festhalten, dass die Aktie XY im letzten Jahr eine Performance von 15 Prozent erzielen konnte. Das bedeutet also, der Kurs der Aktie ist im angesprochenen Zeitraum um 15 Prozent gestiegen. Auch wenn beide Begriffe häufig gleichbedeutend verwendet werden, so darf man die Performance nicht mit der Rendite verwechseln, denn diese beiden Werte sind in der Praxis durchaus nicht selten unterschiedlich. Konkret verdeutlichen kann man den Unterschied zum Beispiel anhand des Investments und der Wertentwicklung eines Fonds. Angenommen, der Fonds hat vom Januar bis Dezember 2009 eine Performance von 13 Prozent erzielt, dann ist damit gemeint, dass der Wert des Fondsanteils um 13 Prozent gestiegen ist.
Für den Anleger bedeutet das aber noch lange nicht, dass er mit dem Investment in den Fonds in diesem Zeitraum auch eine Rendite von 13 Prozent erzielt hat, denn diese wird in der Regel niedriger sein. In die Rendite fließen nämlich neben der Wertentwicklung auch noch Gebühren ein, welche der Anleger im Zusammenhang mit dem Fonds zahlen muss. So fallen beispielsweise oftmals Management- und Verwaltungsgebühren an. Liegen diese bei drei Prozent pro Jahr, dann würde aus der Performance von 13 Prozent für den Anleger "nur" noch eine Rendite von zehn Prozent werden.