Pflegezusatzversicherung

Stellen Sie sich vor, Sie oder Ihre Angehörigen werden pflegebedürftig. Dann stellt sich als erstes die Frage Häusliche Pflege oder Heimunterbringung? Die meisten entscheiden sich, oft aus Kostengründen, für die Häusliche Pflege. Dies ist jedoch eine enorme Umstellung für die pflegende Person und auch die ganze Familie, denn die Häusliche Pflege ist mehr als nur ein Full-time-job. Sie ist oft anstrengend und aufreizend, aber auch die einzige Möglichkeit, denn die Heimunterbringung, ist trotz der gesetzlichen Leistungen kaum zu bezahlen. Damit Sie in diesem Fall aber nicht im Regen stehen, empfiehlt sich der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung. Die staatlichen Mittel, auch wenn sie teils sehr großzügig sind, reichen bei weitem nicht für die komplette Finanzierung der Pflege aus. Seitdem die gesetzliche Pflegeversicherung im Jahre 1995 eingeführt und 1996 überarbeitet wurde ist nur noch eine staatliche Grundabsicherung möglich. Die Pflegezusatzversicherung schützt Sie und auch Ihre Angehörigen in einem solchen Fall vor erheblichen finanziellen Belastungen. Bis zum 75. Lebensjahr kann diese Versicherung abgeschlossen werden, wobei ein garantierter Beitrag über die gesamte Vertragslaufzeit besteht. Da der Versicherungsschutz sofort nach Abschluss besteht und keine Wartezeiten wie bei den meisten anderen Versicherungen anfallen, kann die Versicherung Sie tatsächlich vor dem finanziellen Ruin im Falle einer Schwerstbehinderung retten. Sie haben hier die Möglichkeit, die Monatsraten nach Ihrem Belieben zu wählen und können im Ernstfall auf eine unkomplizierte und zügige Leistungsbearbeitung bauen. Die Pflegezusatzversicherung zahlt bei stationärer als auch bei ambulanter Pflege sofort, ab der Anerkennung der Pflegebedürftigkeit. Im Einzelfall kann die Zahlung bis zu 12 Monate rückwirkend möglich sein.

Ab dem Eintritt des Pflegefalles sind keinerlei Beiträge mehr zu entrichten - ab Pflegestufe III erhalten Sie sogar lebenslangen Versicherungsschutz. Die Pflegezusatzversicherung ist ausschließlich als Risikoversicherung für die Pflegebedürftigkeit nach Pflegestufe II und III anzusehen. Die Höhe der Beiträge richtet sich immer nach dem Geschlecht und dem Eintrittsalter. Das heißt, versichern Sie sich im möglichst jungen Alter, denn dann belohnt man Sie mit niedrigen Beiträgen. Durch die stetig steigende Lebenserwartung der Menschen und die knappen Kassen des Staates ist es, insbesondere bei Pflegestufe III, unbedingt ratsam eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen, da man sonst mit enormen finanziellen Verlusten rechnen muss. Und gute Pflege kostet eben gutes Geld. Wollen Sie also sich und Ihre Angehörigen vor dem finanziellen Ruin retten, dann schließen Sie am besten noch heute eine Pflegezusatzversicherung ab.