Rentenfonds
Aufgrund der hohen Renditechance investieren Privatanlegern nur allzu gern in Aktienfonds. Anteile von Rentenfonds sind in den Depots privater Anleger eher selten zu finden. Genau betrachtet ist das sehr erstaunlich: Denn die Bedeutung der Rentenfonds sollte keinesfalls unterschätzt werden, da es auf dem Markt gleich mehrere Fonds dieser Art gibt, die als wahrhaftige Schwergewichte bezeichnet werden können. Aufgrund der relativ konservativen Anlagestrategie bzw. der hohen Sicherheit die Rentenfonds mit sich bringen, sind die Fonds vor allem bei institutionellen Anlegern sehr beliebt. Sowohl Banken als auch große Unternehmen legen riesige Geldmengen in Rentenfonds an. Die Volumina einiger (sowohl amerikanischer als auch deutscher) Rentenfonds sind im dreistelligen Milliardenbereich angesiedelt - so mancher Aktienfondsmanager kann von solchen Beträgen nur träumen. Wie bereits erwähnt wurde, bieten Rentenfonds den Anlegern eine hohe Sicherheit. Diese Aussage sollte aber nicht verallgemeinert werden, da es zwischen den Fonds einzelner Anbieter durchaus große Unterschiede geben kann. Dementsprechend gilt es auch beim Kauf von Rentenfondsanteilen vorsichtig zu sein und ein Investment erst dann zu tätigen, wenn man sich sicher ist, den richtigen Fonds ausgewählt zu haben. Die hohe Sicherheit der Fonds ist darauf zurückzuführen, dass sie in - wie es der Name ja bereits zu erkennen gibt - ausschließlich in Rentenpapiere investieren. Damit sind in erster Linie Anleihen, also Staats- und Unternehmensanleihen gemeint. Im Vergleich zu Aktien unterliegen die Anleihenkurse deutlich geringeren Schwankungen. Die Renditen werden deshalb auch kaum über die Spekulation bzw. die Ausnutzung Kursschwankungen, sondern über Zinszahlungen erzielt. Weiterhin werden die Fondsgelder auch in andere Zinsprodukte investiert, wobei deren Anteil in aller Regel nur sehr gering ist.
Das Risikoprofil eines Rentenfonds hängt davon ab, in welche Rentenpapiere investiert wird. Grundsätzlich gelten Fonds, die ausschließlich in Unternehmensanleihen investieren als spekulativer, bringen aber auch die besseren Renditen mit sich. Im Bezug auf die Auswahl der Rentenpapiere bleibt zu sagen, dass die Fondsmanager nicht nur zwischen Unternehmensanleihen und Staatsanleihen unterscheiden, sondern auch zwischen Anleihen in unterschiedlichen Währungen. Diese Aspekt sollten auch Privatanleger bei der Auswahl von Rentenfonds beachten, da Währungsschwankungen enorme Einflüsse auf die Fondsentwicklung nehmen können - sofern die Fondsmanager denn in Rentenpapiere investieren, die auf fremde Währungen lauten.