Rentenpapier

Im Bereich der Wertpapiere lassen sich vier große Wertpapiere-Gruppen unterscheiden, was auch für den Anleger die Auswahl etwas leichter macht. So teilt man die Wertpapiere heutzutage in die Gruppen Aktien, Anleihen, Fonds und Derivate als abgeleitete Produkte ein. Anleihen werden alternativ oftmals auch als Renten, Rentenwerte oder als Rentenpapiere bezeichnet. Somit ist ein Rentenpapier also nichts anderes als eine Anleihe. Die Rentenpapiere lassen sich dann nochmals in unterschiedliche Gruppen einteilen und nach diversen Merkmalen unterscheiden. Eine Unterscheidungsform ist beispielsweise, ob es sich um variabel verzinsliche Wertpapiere oder um festverzinsliche Anleihen handelt. Die meisten Rentenpapiere haben einen festen Zinssatz, somit sind die variabel verzinslichen Anleihen eher in der Minderheit. Ferner lassen sich die Rentenpapiere in an der Börse handelbare Papiere und in Rentenwerte unterteilen, die man nicht über die Börse handeln kann. Ist der Handel an den Börsen möglich, dann besitzen diese Rentenpapiere stets auch einen Kurs, zu dem sie an der Börse gekauft oder verkauft werden können. Bei den Laufzeiten gibt es ebenfalls ein breites Spektrum, was alle am Markt angebotenen Rentenpapiere angeht. So kann man sowohl Rentenpapiere mit einer Laufzeit von einem Jahr als auch Anleihen erhalten, die eine Laufzeit von 30 Jahren haben. Meistens ist bei den langlaufenden Anleihen jedoch ein vorzeitiger Verkauf an der Börse möglich.

Ein ganz wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist natürlich auch bei den Rentenpapieren die Sicherheit und die mögliche Rendite. Bezüglich dieser beiden Merkmale ist im Grunde "alles möglich" am Anleihemarkt. So kann man beispielsweise eine sehr sichere Bundesanleihe zu einem Zinssatz von allerdings nur zwischen zwei und drei Prozent (je nach Laufzeit) erwerben, man hat aber auch im Bereich des anderen Extremes die Möglichkeit, eine Währungsanleihe meines ausländischen Emittenten zu erwerben, die dann sehr risikoreich ist aber 15 Prozent an Verzinsung beinhaltet.