Der Anbietervergleich beim Tagesgeld
Grundsätzlich sollte man im Finanzbereich stets Vergleiche zwischen den verschiedenen Anbietern durchführen, aber wohl in kaum einem anderen Bereich ist ein Vergleich so wichtig, wie im Bereich Tagesgeld. Dieses liegt zum einen an der Tatsache, dass neben den Filialbanken auch sehr viele Direktbanken im Internet die Eröffnung und Nutzung eines Tagesgeldkontos anbieten und somit zunächst einmal viele Anbieter am Markt sind. Zum anderen unterscheiden sich die Konditionen der Anbieterbanken zum Teil erheblich, vor allem ein Vergleich der Zinsen sollte unbedingt bis ins Detail vorgenommen werden, bevor man sich für eine Anlage bzw. eine bestimmte Bank als Anbieter entscheidet. Der Tagesgeldvergleich besteht also in erster Linie aus einem Zinsvergleich, auch wenn noch andere Konditionen eine Rolle bei der Entscheidungsfindung seitens des Anlegers spielen können. Im Rahmen des Zinsvergleichs gibt es einige Aspekte, die man berücksichtigen sollte, um ein möglichst genaues Ergebnis zu erhalten. Zu diesen Aspekten gehört nicht nur der reine Zinssatz, sondern man muss beim Vergleich auch berücksichtigen, ob dieser abhängig von Anlagesummen gestaffelt ist. Zudem machen fast alle Anbieter einen Unterschied zwischen Neukunden und Bestandskunden, wenn es um die Höhe der Zinsen geht. Auch die Frequenz der Zinsgutschrift fällt in den Bereich der Zinskonditionen, da man hieraus die Höhe des Zinseszinseffektes ableiten kann. Ganz wichtig ist beim Tagesgeldvergleich auf jeden Fall, dass diesem aktuelle Daten und Zahlen zu Grunde liegen. Sind zum Beispiel die im Vergleich als Basis genommenen Zinssätze nur 1-2 Wochen alt, so können diese dennoch bereits überholt sein.
Wie bereits kurz erwähnt, spielen beim Vergleich noch andere Faktoren neben den Zinsen eine Rolle, wenn auch eine eher untergeordnete. Dazu zählen beispielsweise eine vorhandene Maximalanlagesumme, die Höhe der Einlagensicherung oder auch die Laufzeit bei einer Zinsgarantie. Die Einlagensicherung an sich ist natürlich ein wichtiges Thema im Bereich Tagesgeld, da aber die meisten Banken viele Millionen Euro als Sicherung für die jeweiligen Kundeneinlagen haben, ist es für den "Normalkunden" völlig uninteressant, ob seine Einlage von 50.000 Euro nun insgesamt bis zu fünf oder 50 Millionen Euro abgesichert wäre. Einen Vergleich muss man übrigens nicht selber durchführen, sondern findet diesbezüglich einige Anbieter auf verschiedenen Webseiten im Internet.