Tagesgeld im Vergleich zu Alternativen

Das Tagesgeld ist als Anlageform natürlich nicht konkurrenzlos, sondern neben dem Tagesgeldkonto gibt es noch weitere Möglichkeiten der Geldanlage im eher kurzfristigen Bereich, die zum größten Teil die gleichen Eigenschaften aufweisen, sich aber auch in einigen wichtigen Punkten vom Tagesgeld unterscheiden. Zu diesen Alternativen zählen in erster Linie das Festgeld und die noch recht neue Tagesanleihe des Bundes. Alle drei Anlagemöglichkeiten, also Tagesgeld, Festgeld und Tagesanleihe, haben zunächst einmal gemeinsam, dass es sich um sehr sichere Anlageformen handelt. Diese fallen alle in den Bereich der Einlagensicherung und weisen neben dem Emittentenrisiko auch keine sonstigen Risiken auf, wenn man sich für eine Anlage in Euro entscheidet. Den ersten Unterschied gibt es bezüglich der Laufzeit bzw. der Verfügbarkeit der Geldanlage. Während Tagesgeld und Tagesanleihe täglich verfügbar sind und keine vorab festgelegte Laufzeit besitzen, muss man sich beim Festgeld für eine bestimmte Festlegedauer entscheiden. Diese liegt in der Regel zwischen einem und bis zu 60 Monaten und während dieser Anlagedauer sind Verfügungen auch normalerweise nicht möglich. Einen weiteren wichtigen Unterschied wird man, zum Beispiel anhand eines durchgeführten Vergleich der drei Produkte sofort erkennen, nämlich die mögliche Rendite. Sowohl Tagesgeld, als auch Festgeld und Tagesanleihe bieten die Zinsen als einzige Form der Rendite an. Die Zinsen sind beim Tagesgeld und Festgeld noch auf einem relativ gleichen Niveau, wobei man beim Festgeld bei längeren Laufzeiten einen etwas höheren Zinssatz als beim Tagesgeld erhalten kann.

Durchschnittlich beträgt die Rendite derzeit (Stand Juni 2009) beim Tagesgeld rund zwei Prozent pro Jahr, beim Festgeld sind es je nach Anlagedauer ca. 1,5 bis zu 2,5 Prozent. Die Tagesanleihe kann allerdings, auch mit diesen schon recht niedrigen Zinsen, keineswegs mithalten. Die Höhe der Zinsen orientiert sich am so genannten EONIA (Zinssatz, zu dem Banken untereinander über Nacht Geld verleihen) und diese betragen derzeit lediglich rund 0,70 Prozent. Man erhält also beim Tagesgeld, welches übrigens von Banken emittiert wird, rund den dreifachen Zinssatz wie bei der vom Bund emittierten Tagesanleihe. Während also Tagesgeld und Festgeld im Vergleich (bis auf die Verfügbarkeit) relativ gleich auf liegen, fällt die Tagesanleihe aufgrund ihres extrem niedrigen Zinssatzes deutlich ab.