Die Rendite beim Tagesgeld
Bei Kapitalanlagen gibt es grundsätzlich mehrere Arten von Renditen, die man mittels der Anlage erzielen kann. Dieses sind in erster Linie die Zinsen, die Dividenden bei Aktien und mögliche Kursgewinne und auch Währungsgewinne bei speziellen Geldanlagen in ausländischer Währung. Beim Tagesgeldkonto ist es jedoch der Fall, dass der Kunde nur eine Art von Rendite erzielen kann, nämlich die zu erhaltenden Zinsen. Es sei denn, das Tagesgeld wird bei einer ausländischen Bank außerhalb des Euroraumes angelegt, denn dann könnten noch Währungsgewinne als weitere Renditeart hinzu kommen. Da die Zinsen gerade im Bereich Tagesgeld sehr unterschiedlich sind, sollte man auf jeden Fall im Rahmen des Vergleich von verschiedenen Anbietern einen Zinsvergleich durchführen. Dieses gilt übrigens generell nicht nur für das Tagesgeld, sondern auch für Anlagen in Festgeld. Beim Zinsvergleich muss man mehrere Faktoren berücksichtigen, die Einfluss auf die Höhe der Zinsen haben können, welche man für die Tagesgeldanlage erhält. Grundsätzlich handelt es sich beim Tagesgeld zunächst einmal um einen variablen Zinssatz. Man erhält also nicht, wie zum Beispiel beim Festgeld, einen Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum garantiert, sondern die Zinsen können sich täglich ändern. Ausgehend von dieser Tatsache muss man nun schauen, welche weiteren Bedingungen an die Zinsen geknüpft sind. Oftmals ist die Zinshöhe zum Beispiel von der Anlagesumme abhängig.
Beim Tagesgeld ist es häufig so, dass man die sehr guten Zinssätze nur bis zu bestimmten Anlagesummen, zum Beispiel bis zu 10.000 oder 20.000 Euro erhält, der Zinssatz über diese Beträge hinaus dann aber rapide abfällt. Möchte man also zum Beispiel 100.000 Euro anlegen, so muss man sich entweder einen Anbieter suchen, der für jeden Anlagebetrag gleich gute Zinsen zahlt, oder den Betrag auf mehrere Anbieter verteilen, damit die jeweilige Anlagesumme nicht über die Grenze der guten Zinsen hinaus geht. Ferner locken die Banken immer wieder mit sehr guten Zinsen, wenn man als Neukunde ein Tagesgeldkonto eröffnet. Diese dann nicht selten deutlich über dem Normalzins liegenden Zinskonditionen erhält man dann sogar vielfach für einen bestimmten Zeitraum (zum Beispiel sechs Monate) garantiert, was normalerweise beim Tagesgeld nicht üblich ist. Besonders bei sehr hohen Anlagesummen kann auch die Frequenz der Zinsgutschrift beim Vergleich eine Rolle spielen, da sich daraus der Zinseszinseffekt ableiten lässt.