Tagesgeldkonto
Im Finanzbereich kann man unter anderem zwischen kurzfristigen und
langfristigen Geldanlagen unterscheiden. Neben Geldmarktfonds oder
Festgeldern zählt vor allem auch das Tagesgeld zu den beliebten
Anlagealternativen im kurzfristigen Anlagebereich. Das Tagesgeldkonto wird
heute von nahezu jeder Bank in verschiedenen Ausprägungen angeboten. Die
verschiedenen Anbieter unterscheiden sich in erster Linie in der Höhe der
zu zahlenden Zinsen und weiteren Konditionen wie Anlagesumme oder Frequenz
der Zinsgutschrift. Zu den grundsätzlichen Eigenschaften des
Tagesgeldkontos zählt, dass der Kunde einen deutlich höheren Zinssatz
erhält, als wenn er das Kapital auf dem normalen Girokonto deponieren
würde. Dennoch ist das angelegte Geld auf dem Tagesgeldkonto täglich
verfügbar. Eine weitere Eigenschaft des Tagesgeldes besteht zudem darin,
dass die Eröffnung und die Führung des Tagesgeldkontos mit keinerlei
Kosten und Gebühren verbunden ist. Auch in diesem Bereich besteht ein
deutlicher Vorteil gegenüber dem Girokonto. Aufgrund der vielzähligen
Anbieter von Tagesgeldkonten, sollte man gerade als Neukunde einen
Vergleich durchführen, bevor man sich für ein bestimmtes Angebot
entscheidet. Insbesondere die Direktbanken bieten den Neukunden nach der
Eröffnung des Tagesgeldkontos zwar befristetet, aber dennoch relativ hohe
Sonderkonditionen an. Während man momentan durchschnittlich 3 bis 3,5
Prozent für eine Tagesgeldanlage erhält, bekommt man als Neukunde oftmals
sogar bis zu 5 Prozent Zinsen.
Die verschiedenen Tagesgeldkonten unterscheiden sich neben den Zinssätzen
und den sonstigen Konditionen auch hinsichtlich ihrer Struktur. Manche
Anbieter offerieren dem Kunden das Tagesgeldkonto zum Beispiel als
eigenständiges und separates Konto, dass ausschließlich als Tagesgeldkonto
fungiert. Auf das Konto kann der Kunde dann ausschließlich Beträge
einzahlen, die zur Anlage als Tagesgeld dienen sollen.
Andere Banken
wiederum verbinden nicht selten die Funktion des Tagesgeldkontos mit der
Funktion eines normalen Girokontos. In der Praxis gestaltet sich dieses in
der Art und Weise, dass der Kunde im Grunde ein ganz normales Girokonto
hat, dass zusätzlich über eine Tagesgeldfunktion verfügt. Das bedeutet,
der Kunde kann alle Zahlungsverkehrsfunktionen im Rahmen des Kontos
nutzen, erhält aber dennoch einen höheren Zinssatz für Guthaben, die sich
auf dem Konto befinden. Einzelne Banken bieten das Tagesgeldkonto auch als
Wertpapier-Verrechnungskonto an, dass dann in erster Linie zum "Parken"
von Geldbeträgen dient, die man später zum Erwerb von Wertpapieren nutzen
möchte. Was also im Einzelnen als Tagesgeldkonto bezeichnet wird, ist
heute in der Praxis unterschiedlich.