Windfonds - Windenergiefonds
Die Windfonds fallen ebenfalls in den Bereich der geschlossenen Fonds, und dort genauer gesagt in den Bereich der Umweltfonds. Neben den Windfonds zählen zum Bereich der Umweltfonds auch noch die Solarfonds, die Erdwärmefonds oder die Bioenergiefonds. All diese Fonds investieren also in den Bereich der alternativen und erneuerbaren Energien, die auf Dauer die heutigen Energielieferanten Erdöl, Erdgas und vielleicht auch Atomkraft ersetzen sollen. Bei den Windfonds ist es so, dass diese in erster Linie in den Bau und in den Betrieb von Windkraftanlagen investieren. Die Windenergiefonds gehörten zu den ersten Umweltfonds, waren sogar lange Zeit die einzigen Umweltfonds und sind bereits seit fast 30 Jahren (80er Jahre) am Markt vorhanden. Sehr interessant wurde die Anlage in Windfonds bzw. im Allgemeinen in Umweltfonds allerdings für den Anleger erst mit der Jahrtausendwende. Im Rahmen des im Jahre 2000 in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde nämlich festgelegt, dass die Energieversorgungsunternehmen Strom auch aus regenerativen Energien (also Sonne, Wind und Bioenergie) abnehmen müssen. Auch wenn die Zahl des Baus von Windkraftanlagen und somit die Erträge der Windfonds in den ersten Jahren ab 2000 deutlich gestiegen sind, so ist dieses Segment dennoch in den letzten Jahren eher rückläufig. Zum einen wurden die Möglichkeiten der Verlustzuweisungen bei geschlossenen Immobilienfonds generell deutlich reduziert, und somit auch die Attraktivität der Steuerersparnis verringert. Zum anderen war es in den letzten Jahren auch schlichtweg so, dass auf der Erde schwächere und weniger Winde vorherrschten, als in den Jahren zuvor. Weniger Wind bedeutet für die Windkraftanlagen natürlich weniger Stromerzeugung, und weniger Stromerzeugung bedeutet für die Windkraftfonds weniger Einnahmen und Gewinne.
Generell haben die Windfonds auch das Problem, dass die zu betreibenden Windanlagen nur in sehr wenigen Bereichen wirklich effizient und gewinnbringend genutzt werden können. Zudem ist die mögliche Auslastung der Anlagen, und somit auch der Umsatz und der zu erzielende Gewinn, sehr abhängig von den Wetterverhältnissen. Man unterscheidet inzwischen im Rahmen der Windenergiefonds drei Arten von möglichen Investments in Windparks, nämlich die so genannten Onshore-Windanlagen (befinden sich an Land, zumeist auf Wiesen und großen Feldern), Offshore-Windanlagen ( werden direkt am Meer errichtet und in Zukunft deutlich erweitert) und das Repowering (Modernisierung von bereits vorhandenen Windanlagen). Insgesamt betrachtet handelt es sich bei den geschlossenen Fonds in Form der Windfonds um ein Investment, was derzeit eher keine guten Aussichten auf höhere Erträge bietet. Man sollte daher als Anleger zunächst einmal abwarten, bevor man derzeit in Windenergiefonds investiert.